Bezirks-Viererpokal: OSC gelingt Überraschung und Finaleinzug

Halbfinale (23.09.16)

Auslosung/Paarungen

 
 Halbfinale   Paarung   Ergebnis 
 1   23.09.16   ESK WD Wedau-Bissingheim - SG Duisburg-Nord  0:4
2 23.09.16  SF Brett vor'm Kopp I - OSC I   1½:2½ 

Die 1. OSC-Pokal-Mannschaft kämpfte gegen die SF Brett vor'm Kopp I, die den in der allgemeinen Saison in der NRW-Klasse spielenden PSV Duisburg aufgrund besserer Berliner Wertung aus dem Wettbewerb geworfen hatten, um den Pokalfinaleinzug. Dieses Pokalduell der beiden Verbandsligisten fand in Duisburg-Wanheimerort statt.

 

 Brett   RgNr   SF Brett vor'm Kopp I    DWZ   —   RgNr   OSC I  DWZ   1½:2½ 
1 1  Osipiak, Grzegorz  2256  1  Heinert, Eugen  2104  0 : 1
2 2  Muranyi, Erich 2080 4  Jentzsch, David 1938 ½ : ½
3 4  Potempa, Dieter 2018 5  Mohrholz, Stefan 1924 1 : 0
4 5  Junicke, Frank 1925 6  Vijayakumar, Prusoth   1847 0 : 1

 

Finale, wir kommen!

Mit einem am Ende dramatischen 2½:1½-Erfolg bei den auf dem Papier deutlich favorisierten SF Brett vor'm Kopp I gelang dem OSC-Vierer nach einem Jahr Pause erneut der Einzug ins Bezirks-Viererpokalfinale, in dem erneut die SG Duisburg-Nord der Gegner sein wird.

Nachdem Prusoth uns gegen Junicke (DWZ 1925) souverän und relativ schnell in Führung gebracht hatte, konnten die Hausherren ausgleichen, als Stefan sein Endspiel mit einem Minusbauern gegen Potempa (2018) aufgeben musste. Zu diesem Zeitpunkt schien es aber nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Eugen seine Partie gegen Osipiak (2256), dem im ziemlich ausgeglichenen Mittelspiel ein taktischer Fauxpas unterlaufen war, gewinnen würde. So kam es nach knapp vier Stunden Spielzeit dann auch, so dass sich alle Augen auf Davids technisch verloren erscheinendes Turmendspiel (aufgrund des abgeschnittenen schwarzen Königs) mit einem Minusbauern gegen Muranyi (2080) richteten. David gelang es jedoch, die Türme zu tauschen und folgendes Endspiel mit den schwarzen Steinen zu erreichen: Weiß: Kg3, f4, h4; Schwarz: Ke6, g6; Weiß am Zug. Zur Überraschung seines Gegners gab es keinen Gewinnweg, so dass der umjubelte 2½:1½-Erfolg für die deutlich jüngere OSC-Mannschaft besiegelt war. Wenn David verloren hätte, wäre das Spiel 2:2 und nach Berliner Wertung 5:5 ausgegangen, wonach das Los die Entscheidung hätte bringen müssen.

Das Finale findet am Donnerstag, dem 6. Oktober 2016, in Duisburg-Walsum statt. Besonders spannend macht es die Tatsache, dass nur der Pokalsieger sich für den NRW-Viererpokal 2017 qualifizieren wird. (Eugen Heinert, 24.09.16)

Finale: SG Duisburg-Nord - OSC I (06.10.16, 19:00 Uhr)
 Brett   RgNr   SG Duisburg-Nord  DWZ   —   RgNr   OSC I  DWZ   ½:3½ 
1 1  Sonnenschein, Philipp  2028  - 1  Heinert, Eugen  2104  0 : 1
2 3  Pöss, Frank 1993 - 3  Heinert, Alex 1985 ½ : ½
3 4  Borchert, Andreas 1930 - 4  Jentzsch, David 1938 0 : 1
4 7  Staroszynski, Christoph  1758 - 5  Mohrholz, Stefan  1924 0 : 1

Alle (Einzel-)Ergebnisse des Finals

 

OSC holt zum sechsten Mal Bezirksviererpokal!

Die im Vorfeld gestellte Frage "Schafft es die OSC-Mannschaft, sich für die Finalniederlage 2014 (siehe OSC-Turnierseite) zu revanchieren und den Pokal zum sechsten Mal nach Rheinhausen zu holen?" wurde mit einem eindrucksvollen und nie gefährdeten "Ja!" beantwortet. Damit konnten Eugen und Alex Heinert, David Jentzsch sowie Stefan Mohrholz (in der 1. Runde und im Halbfinale kamen außerdem Werner Fehmers und Prusoth Vijayakumar zum Einsatz) den imaginären Bezirksviererpokal nach den Titeln in den Spielzeiten 1982/83, 1997/98, 2004/05, 2012/13 und 2013/14 ein weiteres Mal nach Rheinhausen holen. Zur Belohnung darf der OSC als einziger Verein aus dem Schachbezirk Duisburg am NRW-Viererpokal 2017 teilnehmen. (Eugen Heinert, in der Nacht vom 6. auf den 7.10.16)

 

Bericht zum Viererpokalsieg

Das Finale bei der SG Duisburg-Nord begann mit leichter Verspätung, da es nicht so einfach war, den etwas ungewöhnlichen Zeitmodus auf den Schachuhren einzustellen. Während wir pünktlich zum Finale unsere nominell beste Mannschaft aufbieten konnten, musste Duisburg-Nord an Brett 4 auf einen nominell schwächeren Spieler zurückgreifen.

Beiden Mannschaften gelang auf dem Weg ins Finale jeweils ein knapper und ein deutlicher Sieg. Der Gastgeber des Finals besiegte in der ersten Runde den Titelverteidiger SG Meiderich/Ruhrort und ließ einen 4:0-Kantersieg gegen ESK Wedau-Bissingheim folgen. Wir hatten beim 3,5:0,5-Sieg gegen unsere Zweitvertretung keine Mühe, im Halbfinale beim überraschenden 2,5:1,5-Sieg gegen favorisierte SF Brett vorm Kopp I aber das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite.

Das Finale begann gemächlich. Es schienen sich keine schnellen Entscheidungspartien abzuzeichnen. Eugen erreichte gegen den jüngeren P. Sonnenschein (DWZ 2028) eine sehr ausgeglichene Stellung. Alex an Brett 2 spielte sich gegen F. Pöss (1993) ebenfalls in ein ausgeglichenes Mittelspiel, sicherte sich aber einen nicht unerheblichen Zeitvorteil. Ähnliches schaffte David an Brett 3 gegen A. Borchert (1930). Stafan war der Einzige, der gegen C. Staroczynski (1758) als klarer Favorit ins Spiel ging und so spielte er auch. Er setzte seinen Gegner von Beginn an unter Druck.

Es herrschte eine sehr faire Atmosphäre, sodass es kein Problem war, dass Brett 2 der Walsumer mitten im Kampf seine beiden(!) eingeschalteten Handys hervorholte, ausschaltete und sich entschuldigte.

Stefans Gegner wurde der Druck zu groß und er opferte aus Verzweiflung eine Figur. Hier stand Stefan also schon klar besser. An Brett 2 wickelte Alex in ein ausgeglichenes Endspiel ab. Als sich beide zeitgleich eine Dame „holten“, war ein Remis die logische Folge. Stefan verwertete etwas später sein gewonnenes Endspiel und brachte uns 1,5:0,5 in Front. Eugen konnte nach ausgeglichenem Mittelspiel in die gegnerische Stellung eindringen und sich entscheidenden Materialvorteil sichern. Mit immer weniger werdender Zeit vor Augen verwandelte er seinen Vorteil in einen ganzen Punkt und das Finale war entschieden. David konnte somit locker aufspielen und tat das auch. Sein Endspiel war aber auch schon klar besser. Als sein Gegner im 54. Zug in Zeitnot eine Möglichkeit zum Remis übersah, stand Davids Sieg nichts mehr im Weg.

Somit stand am Ende ein auch in dieser Höhe durchaus verdienter und niemals gefährdeter 3,5:0,5-Finalsieg.

Wir bedanken uns beim Gastgeber SG Duisburg-Nord für die tolle Gastfreundschaft, die fairen Partien und gratulieren zum 2. Platz. (David Jentzsch, 09.10.16)

Zurück