Topaktueller Spielbericht „OSC II zieht im Schachkrimi den Kürzeren“

2. Runde: OSC II - TV Witzhelden (Sondertermin: 08.10.17)

Sondertermin der 2. Runde (Verlegung vom 01.10.17) nach Anfrage des Gegners

 Brett   RgNr   OSC II  DWZ   —   RgNr   TV Witzhelden    DWZ   3½:4½ 
1 12  Lotz, Kai-Uwe 1856 - 2  FM Balduan, Markus   2265 0 : 1
2 13  Emeljanov, Anatolij   1792 - 3  Förtsch, Dieter 2007 1 : 0
3 15  Ehrentraut, Andreas   1778 - 4  Becker, Markus 1774 ½ : ½
4 16  Drygajlo, Lars 1821 - 6  Domnick, Michael   1814 ½ : ½
5 2002  Bormann, Tobias 1714 - 7  Reif, Frank 1763 ½ : ½
6 2003  Reisloh, Carsten 1717 - 8  Theisen, Lucas 1684 0 : 1
7 2004  Halfmann, Peter 1638 - 1001  Reinartz, Ulrich 1624 0 : 1
8 17  Kindermann, Dieter   1813 - 12  Becker, Johann 1569 1 : 0

Alle (Einzel-)Ergebnisse der 2. Runde (Am offiziellen Termin der 2. Runde, 01.10.17, fanden vier Paarungen statt.)

TV Witzhelden: Mannschaftskader (inkl. Einzelergebnissen) und Vereinshomepage

 

OSC II zieht im Schachkrimi den Kürzeren

Nach dem überraschend deutlichen Auftaktsieg in Ratingen stand für unsere 2. Mannschaft die Heimpremiere im neuen Spiellokal gegen den TV Witzhelden auf dem Programm. Nach einem wahren Krimi hatten die Gäste aus dem Bergischen Land das bessere Ende für sich und nahmen mit einem hauchdünnen 4,5:3,5 beide Punkte mit. Auf Wunsch des TV Witzhelden, für den es sonst eine Terminüberschneidung gegeben hätte, wurde der Mannschaftskampf um eine Woche verschoben. Auch uns kam diese Terminverlegung nicht ungelegen, denn so konnten wir eine deutlich schlagkräftigere Mannschaft aufbieten, als dies am ursprünglich vorgesehenen Termin der Fall gewesen wäre.

Dieter (Brett 8) zeigte eine souveräne Vorstellung. Er gewann schon früh einen Bauern und später dann weiteres Material und somit die Partie. Bedauerlich ist nur, dass er durch seinen freiwilligen Rückzug in die 3. Mannschaft nur zweimal in der 2. eingesetzt werden darf. Die Führung hielt nicht lange, denn Carsten (Brett 6) musste sich geschlagen geben. Durch passives Spiel ermöglichte er seinem Gegner einen Vorteil in Form eines Mehrbauern, den dieser kontinuierlich ausbaute. Auch Andreas (Brett 3) geriet in die Defensive, konnte sich jedoch in ein Remis retten. Die Partie von Tobias (Brett 5) verließ zu keiner Zeit die Remisbandbreite, so dass eine Punkteteilung die logische Folge war. Nach der Zeitkontrolle stand es 2:2, und die Stellungen an den vier verbliebenen Brettern ließen bei den Spielern der 2. Mannschaft und ihren moralischen Unterstützern Eugen, Alex und Stefan Hoffnung aufkommen. Überraschend hatte sich Anatolij (Brett 2) gegen einen mehr als 200 DWZ-Punkte stärkeren Kontrahenten einen Vorteil von zwei Leichtfiguren und zwei Bauern gegen einen Turm herausgespielt. Einen Bauern musste er zwar abgeben, aber der restliche Materialvorteil reichte zum Sieg. Kai-Uwe (Brett 1) hatte es mit einem FIDE-Meister und ehemaligen Zweitligaspieler zu tun. Lange Zeit hielt er die Stellung im Gleichgewicht, so dass die Gäste nicht von vornherein mit dem vollen Punkt planen konnten. Am Ende nahm das Unvermeidliche doch noch seinen Lauf: Nach dem Verlust eines Bauern und dem Abtausch der Damen entstand ein gleichfarbiges Läuferendspiel, in dem Kai-Uwe in Zugzwang kam. Das Springerendspiel von Peter (Brett 7) stand lange auf des Messers Schneide, wobei Peter eher Siegchancen eingeräumt wurden als seinem Gegenüber. Am Ende konnte er jedoch den letzten verbliebenen gegnerischen Bauern, einen entfernten Freibauern, nicht an der Umwandlung hindern. Ebenso spannend verlief die Partie von Lars (Brett 4). In einem Turmendspiel, in dem beide Parteien über weit vorgerückte Freibauern verfügten, hätte Lars allenfalls noch gewinnen können, wenn sein Gegner Kopf und Kragen riskiert hätte. Dies tat Letzterer angesichts des Zwischenstandes logischerweise nicht, so dass Lars keine Fortschritte mehr erzielen konnte und sich mit einem halben Zähler zufrieden geben musste. (Carsten Reisloh, 08.10.17)

Vier Bilder (der entscheidenden Mannschaftskampfphase) siehe unten (Nachtrag vom 11.10.17).

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